Unser Hühnerfutter

Was ist das Beste Hühnerfutter, was brauchen Hühner, wie viel und was sollte drin sein? Beim Thema Hühnerfutter gibt es eine vielzahl an Meinungen und noch mehr Auswahl, und letztlich hat jeder doch das Beste... oder?

 
Wir haben uns sehr intensiv mit der Fütterung unserer Tiere beschäftigt. Im Ergebnis haben wir uns dazu entschieden, eine eigene Hühnerfutter-Mischung für unsere Tiere zusammen zu stellen, die aus speziell ausgesuchten Einzelkomponenten besteht. Warum wir das tun ist ganz einfach:

Wir wollen wissen was drin ist und woher es kommt. 
Das Ergebnis intensiver Recherche sieht so aus:

Futterpellets; Hühnerfutter; Legemehl; Eier; Bio; Hühnerhaltung; Alleinfutter; Hühner; Körnerfutter; Körnermischung
Unser Hühnerfutter
Futterpellets; Hühnerfutter; Legemehl; Eier; Bio; Hühnerhaltung; Alleinfutter; Hühner; Körnerfutter; Körnermischung
Unsere Futterpellets

Unser Hühnerfutter besteht aus über 20 verschiedenen Einzelkomponenten, die in einem abgestimmten Mischungsverhältnis jeden Tag frisch zusammengemischt werden. Uns war schnell klar, dass ein Standardfutter, sei es geschrotet oder als Legemehl angeboten, nicht zu unsere Überzeugung passt. 


Unser Futter besteht aus folgenden Inhaltstoffen:

Bierhefe 100%, Calciumcarbonat, Erbsen Gelb, Gerste, Hafer, Johannesbrotmehl, Kartoffelprotein, Kieselgur, Kochsalz, Leinkuchen, Leinöl, Mais, Mineralfutter, Muschelschrot, Oregano, Schwarzhafer, Soja GVO-frei, Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl, Walzgerste, Wasser, Weizen 


Die Inhaltsstoffe und dessen Mengenanteil im Gesamtfutter haben wesentliche Auswirkungen auf die Qualität eine Futters. Das Verhältnis von Mineralstoffen, Spurenelementen, essentielle Aminosäuren sowie essentielle Fettsäuren, Wasser und Vitamine ist dafür entscheident. Mit einer ausgewogenen Futtermischung wird gewährleistet, das die Tiere die erforderliche Energie und Nährstoffe bekommen, damit sie artgerecht versorgt sind und ein tolles Produkt, das Ei, legen. 

 

Daneben sind die Herkünfte der Einzelkomponenten genau so wichtig, wie ihre Physiologischen Eigenschaften im Tier und in der Qualität des Ei als Lebensmittel.  

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Ausgewählte Futterkomponenten

Das Soja-Problem

In nahezu allen Fertigmischungen der großen Futtermittelhersteller findet sich gentechnisch veränderter Soja, meist aus dem fernen Südamerika importiert. Auf dem Etikett ist das (meist aber sehr klein) vermerkt. Warum sollte ein Huhn, welches bei uns aufwächst und ein tolles Lebensmittel produziert, gentechnisch veränderten Soja fressen, welcher dafür um die halbe Welt transportiert werden muss? für uns macht das keinen Sinn!

 

Unser Futter enthält auch Soja. Dieser ist GVO frei und wird in Deutschland angebaut. Viele Lieferanten gibt es dafür nicht, warum wir aber nicht ganz auf Soja verzichten, liegt an einem hohen Eiweißgehalt im Soja.

Neben dem Soja mischen wir weitere tolle Eiweißquellen (Erbsen, Sonnenblumen, Leinsaat, Kartoffeln, Bierhefe) unserem Futter bei, um einen hohen Eiweißgehalt aus verschiedenen Quellen im Futter zu erreichen. 

 

Die verschiedenen Eiweißlieferanten liefern zudem unterschiedlichste essenziellen Aminosäuren, die alle in einem bestimmten Anteil erforderlich sind. Lysin ist ein Eiweiß, das mit der Zugabe von tiereischen Eiweißkomponenten den Weg ins Futter gefunden hat. Heute liefer zum Beispiel Bierhefen die für Wachstum, Bildung von Antikörpern, Hormonen und Enzymen, essenzielle Aminosäure Lysin. 

 

Aucht ein Großteil der Vitamine kann über diese Komponenten zugeführt werden, so enthält reine Bierhefe einen hohen Gehalt an Vitamin B. 

 

Zudem ist es aus Gründe möglicher Toxinbelastung einzelner FuttermitteL (die bei ungünstigen Anbaubedingungen oder bei der unsachgemäßen Lagerung entstehen können) sinnvoll, auf viele Verschiedenen Inhaltsstoffe zu setzen. 

 

Bunte Eier
Bunte Eier

Omega 3- zu Omega 6-Fettsäure-Verhältnis

Wir können mit unserer Eigenmischung die Menge und das Verhältnis der Futterkomponenten selbst festlegen. Der Maisanteil in unserem Legehennenfutter liegt bei deutlich unter 20%. Somit enthält das maisreduzierte Futter deutlich weniger Omega 6-Fettsäuren. durch die Zugabe von Leinsaat/Öl im Futter erhöhen wir den Anteil Omega 3-Fettsäuren. Wir erreichen somit ein höheres Omega 3- zu Omega 6-Fettsäure-Verhältnis, was gut ist für das Huhn und somit auch für uns. Über den Blutkreislauf des Huhnes reichern sich die Omega 3-Fettsäuren im Eigelb an. Beide (Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren) sind für den Menschen essenziell, wir können sie nicht selbst herstellen. die Eier unser Hühner unterstützen somit die Omega 3 betonte Ernährungsempfehlung für uns Menschen.  

Warum wir nicht ganz auf Mais verzichten liegt daran, dass Mais viel Energie enthält und eine schöne orange Dotterfarbe unterstützt. 

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Welche Form? Mehl, Vollkorn oder Pellet Futter?

Hühnerfutter gibt es in den Formen Mehl, Schrot, Körner oder Pellets. Futtermehle halten wir nur bei Küken für sinnvoll. Küken können noch keine großen Körner aufnehmen, hier muss das Futter entsprechend fein sein. Für Jungtiere kann Schrot im Übergang von Mehl zu Körnerfutter sinnvoll sein.

 

Körnerfutter in seiner natürlichen Struktur war für uns lange Zeit die optimale und ursprünglichste Futterform. Allerdings gibt es zwei Nachteile. Einige Futterzusätze sind in ihrer Struktur sehr fein. Bierhefe und Mineralfutter müssen z.B. mit Pflanzenöl an die groben Futterbestandteile gebunden werden, damit sie ebenfalls von Huhn aufgenommen werden und nicht im Futtertrog verbleiben. Zudem selektieren die Hühner mit der Zeit das Futter sehr stark. Es werden dann nur die leckersten (besser gesagt, die energiereichsten) Bestandteile herausgesucht. Übrig bleibt meist geschrotetes Material und die schwereren Mineralfutterbestandteile. Dadurch kann die Versorgung sehr einseitig ausfallen und die dominanteren Tiere bekommen die besten Stücke, während den kleineren oder in der Rangfolge niedrigeren Tiere bleibt, was übriggelassen wurde.

 

Um alle Tiere optimal mit allen Futterkomponenten ausgewogen zu versorgen, sind wir nun dazu übergegangen, unser Körnerfutter zu pelletieren. Für die Umstellung haben die Hühner ein paar Tage gebraucht, nun kann aber nicht mehr selektiert werden, es bleiben keine Futterreste übrig und alle Tiere sind gut versorgt. Die ideale Pelletgröße liegt bei 4 Millimeter, das entspricht auch der Größe vieler Körner. 

Futterpellets; Hühnerfutter;
Unsere Futterpellets

Und noch ein Vorteil ergibt sich bei der Fütterung von Pellets. Die Pellet Partikel zerfallen relativ schnell im Verdauungstrakt der Hühner in viele kleine Bestandteile. Dadurch verbleiben deutlich weniger grobe und damit unverdauliche Bestandteile im Darm. Wissenschaftliche Untersuchungen habe gezeigt, dass dadurch die Entstehung einer Erkrankung mit darmentzündlichen Clostridien reduziert werden kann, insbesondere bei einer Getreidebetonten Fütterungsweise.  

Inhaltsstoffe und Mischungsverhältnis

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Analytische Bestandteile und Gehalte in unserem Futter für Freilandhennen:

Rohprotein: 17,1%; Rohasche: 6,3%; Rohfett: 7,0%; Rohfaser: 3,6%; Stickstoff: 2,7%; Stärke: 46,2%; Gesamtzucker: 3,4%; NfE: 68,2%; Energie: 13,2 MJ/kg; Lysin: 0,86%; Methionin: 0,42%; Phosphor: 0,47%; Calcium: 2,49%; Natrium: 0,18%

Analysedaten der Probe CLF-Henne II (22-P-127203) vom 01.11.2022 - Untersuchungslabor LUFA NRW Münster


Unterschiede zwischen Küken, Hühner- und Hähnchenfutter?

Ja! Küken und Hähnchen bekommen bei uns, solange sie von der Herde separat leben, anderes Futter als die Hennen. Grund ist der Anteil Mineralfutter im Legehennenfutter. Durch die Produktion von Eiern und durch die Eierschalenbildung haben Hennen einen anderen Mineralfutterbedarf, was sich in unseren Futtermischungen widerspiegelt. Füttert man den Küken, Jungtieren und Hähnchen ein typisches Legehennenfutter, bekommen die Tiere durch den hohen Kalziumanteil sehr schnell starken Durchfall. Dieser Flüssigkeitsverlust führt zur Schwächung der Tiere und erhöht die Krankheitsanfälligkeit. Zudem führt Calcium-Überschuss durch Calciumphosphat Ausscheidungen zu einem bedingten Phosphat-Mangel. 
Es ist daher wichtig bei der Zusammenstellung von Einzelkomponenten, auf die Mengen und das Mischungsverhältnis zu achten. 

Zwei Punkte sind für uns wesentlich beim Hühnerfutter: Zum einen soll das Tier optimal, vielseitig und gesundheitsfördernd ernährt werden und zum anderen soll das Produkt, also das Ei, natürlich gesund und lecker sein. Die Zugabe von Bierhefe (100% Qualität), Oregano, Johannisbrotmehl und Leinöl unterstützt das Verdauungssystem der Tiere und wirkt sich gesundheitsfördernd aus. Die Qualität der Eier wird durch optimale Vitamin und Mineralstoffgehalte erhöht und wirkt sich z.B. auf ein höheres Omega 3- zu Omega 6-Fettsäure-Verhältnis aus.

Das genaue Mischungsverhältnis der Komponenten zueinander ist wichtig, damit die Ernährung der Tiere nicht einseitig ausfällt und Unverträglichkeiten, die z.B. zu Durchfall führen, vermieden werden.

 

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Unser Hühnerfutter

Wo bekommt man das Futter?

Unsere Futtermischung ist nicht für den großen Markt gemacht. Daher findest Du es auch nicht im Land- & Futtermittelhandel. In kleineren Gebinden (5 oder 10 kg) kann man es in unserem Online-Shop bestellen. Als Sackware (21 kg) ist es nur ab Hof (Abholung in 49504 Lotte) zu bekommen. 

 

Das genaue Mischungsverhältnis der verwendeten Einzelkomponenten zueinander bleibt natürlich unser kleines Hofgeheimnis, schließlich hat die Recherche und Entwicklung viel Zeit in Anspruch genommen.